Anleitung◆Okey

Wenn die KI übernimmt - Timeouts, Aufgeben und Ersatzspieler

admin
adminAdmin
Gepostet am 28. Juli 2026 um 16:16 Uhr · 5 Aufrufe

Das Internet fällt aus, der Akku ist leer, jemand klingelt an der Tür. An einem Okey-Tisch sitzen aber noch drei andere Leute, die weiterspielen wollen. Dieser Beitrag erklärt, was in solchen Fällen passiert, damit niemand von einem plötzlichen KI-Gegner überrascht wird.

Die Zugzeit

Jeder Tisch hat eine feste Zugzeit. Sie liegt zwischen 15 und 120 Sekunden, voreingestellt sind 60 Sekunden. Wer den Tisch erstellt, legt den Wert fest. Für Runden am Handy oder mit Anfängern lohnt es sich, großzügiger einzustellen. Wer es zügig mag, dreht herunter, sollte aber bedenken, dass eine sehr kurze Zeit vor allem Leute auf langsamen Verbindungen trifft.

Erster Timeout: der neutrale Auto-Zug

Läuft die Zeit ab, wartet der Server noch einen kleinen Moment Kulanz. Passiert dann immer noch nichts, führt er einen bewusst neutralen Zug aus: Er zieht einen Stein und wirft genau diesen Stein wieder ab.

Das ist wichtig zu verstehen. Der Server sucht sich nicht irgendeinen Stein aus eurer Hand aus. Eure Hand wird durch einen Timeout nicht schlechter. Sie wird allerdings auch nicht besser, denn ein verpasster Zug bleibt ein verlorener Zug. Der Tisch läuft weiter, und wenn ihr rechtzeitig zurückkommt, spielt ihr normal weiter.

Zweiter Timeout: die Ersatz-KI kommt

Verstreicht ein zweiter Zug ungenutzt, geht der Sitz an eine Ersatz-KI über, die auf der einfachen Stufe spielt. Ihr habt danach ein Rückholfenster von 90 Sekunden: Wer in dieser Zeit zurückkehrt, bekommt seinen Platz und seine Hand zurück und spielt weiter, als wäre nichts gewesen.

Gewinnt die Ersatz-KI, während euer Konto noch am Sitz hinterlegt ist, gehört der Gewinn euch. Ist niemand mehr hinterlegt, verfällt der Pot ans System. Er wird also nicht unter den übrigen Spielern verteilt.

Aufgeben

Aufgeben ist eine ausdrückliche Entscheidung und kostet entsprechend:

  • 50 Prozent des Einsatzes als Strafe.
  • 20 ELO-Punkte Abzug, wobei der Wert nicht unter 100 fallen kann.
  • Der Sitz wird von einer KI übernommen, hier auf mittlerer Stufe, damit der Tisch für die anderen zu Ende gespielt werden kann.

Wer merkt, dass die Runde nicht mehr zu retten ist, sollte sie trotzdem lieber zu Ende spielen. Aufgeben ist die teurere Variante, und häufige Abbrüche schlagen zusätzlich auf den Fair-Play-Score im Profil durch.

Eine Ausnahme: die Okey-Schule

Das Übungsspiel gegen den Mentor PIRI bestraft nie. Dort gibt es weder eine Chip-Strafe noch einen ELO-Abzug noch einen Rage-Quit-Eintrag, wenn ihr mittendrin aussteigt. Das Spiel wird einfach beendet. Wer üben will, soll das ohne Risiko tun können.

Wie die KI überhaupt spielt

Ein paar Punkte, die oft gefragt werden:

  • Die KI läuft auf dem Server, nicht in eurem Browser. Das hat eine Folge, die viele überrascht: Eine Partie läuft weiter, auch wenn gerade niemand zuschaut und alle Fenster geschlossen sind. Ihr könnt also nicht durch Schließen der Seite einen Zug einfrieren.
  • Sie denkt sichtbar nach. Je nach Schwierigkeit vergehen etwa ein bis vier Sekunden, dazu eine kurze Pause vor dem Abwurf. Das ist bewusst so gebaut, damit ein Tisch nicht wie ein Rechenautomat wirkt.
  • Es gibt drei Stufen, leicht, mittel und schwer, dazu unterschiedliche Persona-Stile, sodass sich nicht jeder Gegner gleich anfühlt.
  • 101 hat eine eigene KI-Zugsequenz, weil dort Öffnen, Anlegen und Tauschen ganz andere Entscheidungen verlangen als in Çanak oder Klasik.
  • Freie Sitze werden beim Start aufgefüllt, wenn die entsprechende Option aktiv ist. Sie ist standardmäßig eingeschaltet. Die Besetzung folgt fest den Sitzen, doppelte Namen gibt es dabei nicht.
  • Die KI redet mit, etwa zum Auftakt, beim Trödeln und nach einer Niederlage. Das ist Teil der Persona und kein Hinweis auf ihre Hand.

Kurz gesagt: Ein Aussetzer kostet euch Tempo, aber er ruiniert nicht eure Hand, und ihr habt nach dem Wechsel zur Ersatz-KI noch eineinhalb Minuten, um zurückzukommen.

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Das Internet fällt aus, der Akku ist leer, jemand klingelt an der Tür. An einem Okey-Tisch sitzen aber noch drei andere Leute, die weiterspielen wollen. Dieser Beitrag erklärt, was in solchen Fällen passiert, damit niemand von einem plötzlichen KI-Gegner überrascht wird.

Die Zugzeit

Jeder Tisch hat eine feste Zugzeit. Sie liegt zwischen 15 und 120 Sekunden, voreingestellt sind 60 Sekunden. Wer den Tisch erstellt, legt den Wert fest. Für Runden am Handy oder mit Anfängern lohnt es sich, großzügiger einzustellen. Wer es zügig mag, dreht herunter, sollte aber bedenken, dass eine sehr kurze Zeit vor allem Leute auf langsamen Verbindungen trifft.

Erster Timeout: der neutrale Auto-Zug

Läuft die Zeit ab, wartet der Server noch einen kleinen Moment Kulanz. Passiert dann immer noch nichts, führt er einen bewusst neutralen Zug aus: Er zieht einen Stein und wirft genau diesen Stein wieder ab.

Das ist wichtig zu verstehen. Der Server sucht sich nicht irgendeinen Stein aus eurer Hand aus. Eure Hand wird durch einen Timeout nicht schlechter. Sie wird allerdings auch nicht besser, denn ein verpasster Zug bleibt ein verlorener Zug. Der Tisch läuft weiter, und wenn ihr rechtzeitig zurückkommt, spielt ihr normal weiter.

Zweiter Timeout: die Ersatz-KI kommt

Verstreicht ein zweiter Zug ungenutzt, geht der Sitz an eine Ersatz-KI über, die auf der einfachen Stufe spielt. Ihr habt danach ein Rückholfenster von 90 Sekunden: Wer in dieser Zeit zurückkehrt, bekommt seinen Platz und seine Hand zurück und spielt weiter, als wäre nichts gewesen.

Gewinnt die Ersatz-KI, während euer Konto noch am Sitz hinterlegt ist, gehört der Gewinn euch. Ist niemand mehr hinterlegt, verfällt der Pot ans System. Er wird also nicht unter den übrigen Spielern verteilt.

Aufgeben

Aufgeben ist eine ausdrückliche Entscheidung und kostet entsprechend:

  • 50 Prozent des Einsatzes als Strafe.
  • 20 ELO-Punkte Abzug, wobei der Wert nicht unter 100 fallen kann.
  • Der Sitz wird von einer KI übernommen, hier auf mittlerer Stufe, damit der Tisch für die anderen zu Ende gespielt werden kann.

Wer merkt, dass die Runde nicht mehr zu retten ist, sollte sie trotzdem lieber zu Ende spielen. Aufgeben ist die teurere Variante, und häufige Abbrüche schlagen zusätzlich auf den Fair-Play-Score im Profil durch.

Eine Ausnahme: die Okey-Schule

Das Übungsspiel gegen den Mentor PIRI bestraft nie. Dort gibt es weder eine Chip-Strafe noch einen ELO-Abzug noch einen Rage-Quit-Eintrag, wenn ihr mittendrin aussteigt. Das Spiel wird einfach beendet. Wer üben will, soll das ohne Risiko tun können.

Wie die KI überhaupt spielt

Ein paar Punkte, die oft gefragt werden:

  • Die KI läuft auf dem Server, nicht in eurem Browser. Das hat eine Folge, die viele überrascht: Eine Partie läuft weiter, auch wenn gerade niemand zuschaut und alle Fenster geschlossen sind. Ihr könnt also nicht durch Schließen der Seite einen Zug einfrieren.
  • Sie denkt sichtbar nach. Je nach Schwierigkeit vergehen etwa ein bis vier Sekunden, dazu eine kurze Pause vor dem Abwurf. Das ist bewusst so gebaut, damit ein Tisch nicht wie ein Rechenautomat wirkt.
  • Es gibt drei Stufen, leicht, mittel und schwer, dazu unterschiedliche Persona-Stile, sodass sich nicht jeder Gegner gleich anfühlt.
  • 101 hat eine eigene KI-Zugsequenz, weil dort Öffnen, Anlegen und Tauschen ganz andere Entscheidungen verlangen als in Çanak oder Klasik.
  • Freie Sitze werden beim Start aufgefüllt, wenn die entsprechende Option aktiv ist. Sie ist standardmäßig eingeschaltet. Die Besetzung folgt fest den Sitzen, doppelte Namen gibt es dabei nicht.
  • Die KI redet mit, etwa zum Auftakt, beim Trödeln und nach einer Niederlage. Das ist Teil der Persona und kein Hinweis auf ihre Hand.

Kurz gesagt: Ein Aussetzer kostet euch Tempo, aber er ruiniert nicht eure Hand, und ihr habt nach dem Wechsel zur Ersatz-KI noch eineinhalb Minuten, um zurückzukommen.

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